Contra

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22 Gedanken zu „Contra“

  1. Neben dem zuvor hochgeladenen Beitrag zum Naturschutz aus der „Welt“ möchte ich noch ein Thema hier anschneiden, welches bei der letzten Bürgerversammlung bereits im Vortrag Prof. Krahés angeklungen ist: die z. T. erheblichen Auswirkungen, die der durch WKA emittierte Infraschall auf die menschliche Gesundheit haben kann. Auf dieses Problem werde ich in Kürze als Mitglied im Team „Gesundheit“ noch näher eingehen. Doch vorab schon einmal etwas zum Einlesen:

    ….Beim Infraschall handelt es sich um Schallwellen im Frequenz-bereich 20 Hz und darunter. Er ist nicht hörbar, ist aber mit geeigneten Schallpegelmessungen messbar. In Deutschland werden diese mit dem A Bewertungsfilter durchgeführt(dBA), dieser ist aber für tieffrequenten Schall ungeeignet, nach der TA Lärm durchgeführte Messungen unterschätzen oder berücksichtigen deshalb tieffrequente Geräuschimmissionen gar nicht. ( Exakter wären Messungen mit dem C und G Bewertungsfilter ( dBG, dBC ) ). Aus diesem Grund wird die
    Einwirkung von Infraschall, von Windkraftanlagen erzeugt, auf den menschlichen Körper unterschätzt. Es wird allenfalls zugegeben, dass sich Infraschall in einemAbstand von 200 – 300 m auswirkt oder er wird, weil nicht gemessen, negiert.
    Tieffrequenter Schall hat naturgemäss eine grosse Wellen-länge, wird daher in Luft sehr gut geleitet, und durch z.B. Mauerwerk kaum gedämpft.
    Das Frequenzspektrum des Lärms von WKA bewegt sich mit zunehmender WKA-Grösse nach unten, d.h. es wird tiefer bis hin zum Infraschall. Der Unterschied ist statistisch signifikant im Frequenzbereich 63 – 250 Herz.
    Betrachtet man den Outdoorschalldruckpegel in den relevan- ten Abständen zu Wohnhäusern, wird der tieffrequente Inhalt noch deutlicher. Die üblichen herkömmlichen Abstandskrite – rien aus den 90er Jahren sind deshalb auf heutigeVerhältnisse nicht mehr anwendbar. Dies gilt auch deshalb, weil tieffre- quenterSchall in der Lage ist, Hauswände ungehindert zu durchdringen….

    In- und Ausländische Studien haben nachgewiesen, dass Infraschall zu körperlichen Belastungen bis hin zu Erkran-kungen führt, er wird nicht gehört, aber sensorisch wahr- genommen, z.B. bei hohem Schalldruck kein Ton, aber Druck auf den Ohren.
    Das Robert Koch Institut benennt 2007 als gesicherte Symp- tome Müdigkeit amMorgen, Schlafstörungen, Verminderung des Konzentrationsvermögens, Wirkungen auf Vestibular-system, Schwingungsgefühl, Störungen der nächtlichen
    Cortisolrhythmik als Indikator für Stress ( Infraschall und tieffrequenter Schall, Bundesgesundheitsblatt 2007, 1582 – 1589 ).

    Neuere Umweltmedizinische Erkenntnisse schreiben nieder-frequenten Schallimissionen gravierende Auswirkungen auf den menschlichen Körper zu.
    Betke u. Remmers ( Oldenburg ) sowie Griefahn, Dortmund, betonen die biologische Wirkung von luftgeleitetem Infra-schall. Die dadurch ausgelösten extra-auralen Lärmwirkungen beträfen vor allem das cardiovaskuläre System z.B. mit
    Herzrhythmusstörungen.

    Die Auswirkungen von WKA – erzeugtem Schall und Infraschall auf den menschlichen Organismus wird von vielen Regierungen und Betreibern noch negiert oder geleugnet.

    Es ist unbestritten, dass Windkraftanlagen Lärm, niederfre-quenten Schall und Infraschall emittieren.
    Die Beschwerden der Anwohner sollten primär ernst genommen werden!
    Zudem wird immer noch falsch argumentiert, ( was man nicht hört, kann ja nichts bewirken ). Dies beruht auf falschen Vor- stellungen über den Infraschall.

    ….muss sehr stark davon ausgegangen werden, dass Lärm und Infraschall gravierende gesundheitliche Auswirkungen haben können.

    ….Es besteht also Forschungsbedarf.

    Was ist zu tun ? Der aerodynamisch erzeugte Lärm und Infraschall können technisch nicht gedämmt werden.
    a) Eine Studie aus Maine ( Adverse health effects of industrial wind turbines( Niessenbaum et al 2011 ) zeigt, dass bis zu einem Abstand von 1.5 km deutlich Schlafstörungen und Störungen des mentalen Wohlbefindens auftreten, abneh- mender Effekt bis 5 km.
    b) N. Pierpoint, USA fordert 2500 m Abstand von WKA zu Wohnsiedlungen(Pierpoint: Wind Turbine Syndrom,Testimony before the New York State Legislatory, Energy Comittee 7.3.2006 ).
    c) In Schottland Empfehlung zu 2000 m Abstand zu Wohnbebauung.

    Dem sollte man sich anschliessen, zumindest bis eindeutige Klarheit über mögliche Folgen besteht.

    Auszug aus dem Beitrag „Gesundheitsgefahren durch Schall und Infraschall von Windkraftanlagen“ von Dr. Feuerbach

    1. Guten Tag Herr Dr. Feuerbach,

      Ihr Beitrag bestätigt meine Wahrnehmungen von Infraschall.
      Ich selbst wohne in Kreuzau Bilstein und habe die ersten WKA in Brandenberg und Schmidt erlebt. Diese wurden in den Jahren 1999 und 2002 erbaut. Sie hatten Turmhöhen von bis zu 60m und einer Generatoren Leistung von 600 KW.
      Die ganzen Jahre habe ich mich nicht gestört gefühlt. Weder vom Anblick noch von Geräuschen.
      Seit 2012 nehme ich die seltsamen Frequenzen und Pulsierungen wahr. Die Symtome von Bluthochdruck, Kreislaufprobleme sowie Wahrnehmungen von Vibrationen auf Magen und Lunge sind teileweise so furchtbar, dass ich bei Ärzten war. Gegen alle Erscheinungen gibt es Medikamente die einem verschrieben werden. Im Juni 2013 wurde ich mit Verdacht auf Herzinfarkt im Krankenhaus eingeliefert. Für fünf Tage hatte man mich dort gehalten. Es waren Gott sei Dank nur Herzrythmusstörungen und Angina Pectoris. Keiner konnte mir die Ursache erklären. Auch MRT Untersuchungen gaben keinen Hinweis. Die Umweltmedizinische Abteilung verwies auf eine Kontaktaufnahme mit dem Bundes-Umweltamt. Bis heute habe ich keine Rückmeldungen!
      Vor 3 Wochen bin ich zum Umweltamt Kreis Düren. Im Mai 2016 kam ein zuständiger Angestellter mit einem Messgerät und konnte Tieffrequenten Schall feststellen. Er versprach mir das Landes Umweltamt Essen anzurufen um bei mir Zuhause mit besseren technischen Messgeräten zu prüfen. Ich habe dem Herrn vom Amt auch erzählt, dass ich die Wahrnehmungen erst seit 2012 habe. Drei Jahre habe ich dazu gebraucht um darauf zu kommen, dass die Ursache der Infraschall ist. Der Herr vom Umweltamt erwähnte das die Windräder in Schmidt und in Brandenberg Jahre 2011 -2012komplett ausgetauscht wurden. Diese haben wesentlich höhere Türme, größere Flügel und 4-5 fache höhere Leistung der neuen Generatoren. Sie haben nun eine Höhe von fast 100 Meter und Leistung von 2.300 KW.

      Je nachdem wie der Wind steht ist es grausam sich im und außerhalb des Hauses aufzuhalten. Meistens ist es der Westwind und den bekomme ich meistens ab. Die Luftlinie zu den WKA nach Brandenberg beträgt ca. 2,3 Km. Nach Schmidt ca. 6,9 km. In Kreuzau Thum ca. 2,7 km und Nideggen Berg ca. 5 km.
      Zur Zeit sind es 11 WKA die im Halbkreis um mich herum von West übder Süd bis nach Osten stehen. InKreuzau Boich/Thum sind weitere 5 Stück genehmigt. Wenn ich es richtige entnommen habe kommen weitere 5 Stück in Brandenberg mit bis zu 200 Meter Höhe dazu.
      Dann sind es im Jahr 2017 rund 21 Stück WKA mit mindestens 2.300 KW je Anlage. Da geht schon was ab an Infraschall!!!!
      Das schlimmste ist, dass viele betroffene Menschen (Dunkelziffer schätze ich auf 20-30) die mit diesen Symtomen zum Arzt gehen und wissen nicht woher die Ursache kommt. Die Ärzte wissen nach meiner Erfahrung rein gar nichts. Nur Tinitus können sie diagnostizieren. Wenn diese dann keinen Rat wissen, schicken die einem zum Psychater.

      Das kommt mir wieder das Mittelalter im Sinn.
      Spinner und Hexen wurden verbrannt. Menschen die heute Infraschall wahrnehmen, möchte man wegsperren.
      Was soll man nun tun???

  2. Ich möchte hier einen aktuellen Beitrag aus der „Welt“ zur Kenntnis geben. Auch wenn der Schutz der Tiere nur als „weiches“ Kriterium gilt – das ist doch nur noch HORROR, oder sollte man sagen, tolerierter MASSENTIERMORD?

    14. Feb. 2015, 16:28
    Diesen Artikel finden Sie online unter
    http://www.welt.de/137353957
    11.02.15

    Geschützte Tiere

    Windräder schreddern 250.000 Fledermäuse im Jahr
    Massensterben der besonderen Art: Durch die rund 24.000 Windkraftanlagen in Deutschland werden jedes Jahr hundert-tausende Fledermäuse getötet. Eigentlich stehen die Tiere unter strengem Schutz. Von Gisela Gross

    Zum Schutz von Fledermäusen sollte nach Einschätzung von Forschern mehr getan werden. An Windrädern in Deutsch- land könnten pro Jahr mehr als 250.000 Fledermäuse umkom- men, wenn die Anlagen ohne Rücksicht auf Naturschutz be- trieben werden, schätzen Berliner Forscher um den Biologen Christian Voigt am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierfor-schung (IZW (Link: http://www.izw-berlin./willkommen.html) im Fachblatt „European Journal of Wildlife Research“. Sie hatten verschiedene Studien zu dem Thema gesichtet. Deren Schätzungen, wie viele Fledermäuse im Jahr umkommen, gehen demnach stark auseinander – von unter 100.000 bis zu über 400.000.
    Vermutlich erfülle nur ein Bruchteil der aktuell rund 24.000 Windkraftanlagen entsprechende Auflagen, teilte das IZW mit. Dazu gehört unter anderem, dass die Betriebszeiten der Windräder an den Fledermausflug angepasst werden. Die ex- akte Zahl der unter diesen Auflagen betriebenen Windräder ist laut Voigt nicht bekannt.
    Tatsächlich könnten aber noch mehr Fledermäuse getötet werden, denn Forscher stützen sich bislang auf Suchaktionen unterhalb von Windrädern. Dort finden sie aber nur Tiere, die sofort umkommen. Etwa weil sie Knochenbrüche erlitten oder erschlagen wurden.

    Organe zerreißen durch Luftdruckänderungen
    In anderen Fällen zerreißen innere Organe durch die großen Luftdruckänderungen: Experten sprechen von einem Baro- trauma. „Fledermäuse mit mildem Barotrauma sterben jedoch vermutlich nicht sofort, sondern könnten noch einige Minuten oder sogar Stunden weiterfliegen“, sagt Christian Voigt. Da moderne Windräder größere Rotorblätter hätten, erwarten Wissenschaftler das Barotrauma als Todesart in Zukunft häu- figer. Denn die Tiere seien stärkeren Kräften ausgesetzt. So könnte sich nach Einschätzung Voigts auch die Zahl der unentdeckten Todesfälle erhöhen. Abschließend geklärt sind die Ursachen für die Todesfalle Windrad noch nicht. Diskutiert werde auch, ob die Tiere von den Windrädern angezogen werden, schreiben die Forscher in ihrer Überblicksstudie.

    Zwei Drittel aus ausländischen Populationen

    Rund zwei Drittel der in Deutschland getöteten Fledermäuse stammen demnach aus ausländischen Populationen. Die Tiere durchqueren das Land zweimal pro Jahr, da sie sich im Winter im Südwesten Europas aufhalten, im Sommer jedoch in küh- lere Gefilde im Nordosten fliegen. Die zunehmende Zahl an Windkraftanlagen in Deutschland könnte die Flugrouten stören.
    Zu den betroffenen Tieren zähle etwa der Große Abendsegler (Nyctalus noctula) und die Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii). Beide seien auch bei etwas höheren Wind-stärken noch aktiv, heißt es in der Studie. Bisher hatten Naturschützer und Forscher empfohlen, Windräder bei schwachem Wind vom Netz zu nehmen – nur dann flögen die Tiere auf Höhe der Rotorblätter.
    Die Autoren sehen Betreiber von Windkraftanlagen in der Pflicht: Betriebszeiten sollten besser mit Wanderungszeiten der Fledermäuse abgestimmt werden. Auch müssten die Betriebsgenehmigungen älterer Anlagen geprüft werden. Eventuell wurden sie gebaut, ohne dass Vogelzug und Fledermausrouten berücksichtigt wurden.
    dpa/oc
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  3. Hallo,
    vielleicht war ich in der falschen Rubrik gelandet. Aber ich mach mir Sorgen wie die überdimensionierten Windräder in den Wald gelangen sollen. Dafür muss wieder zusätzlich Wald gerodet werden und keiner spricht darüber, denn das gehört ja nicht zu der Genehmigung primär dazu. Da wird die Bevölkerung wiedermal für dumm verkauft. Und der „geimpfte“ Förster rodet was das Zeug hält. Traurig. Kann das keiner stoppen?
    C . Neubacher

    1. Die Flächen gehören der Familie Prym.
      Das sagt in Stolberg eigentlich alles!
      Mehr möchte ich im Internet auch nicht dazu sagen.

      1. Mit Argumenten wie, das sagt in Stolberg eigentlich alles oder die Politiker sind in Vicht und Venwegen persönlich betroffen, kommt man nicht weiter.

        Ich bin im Grundsatz gegen Windindustrie im Wald. Verstehe aber auch den Waldeigentümer, der damit Geld verdienen kann.

        Die zweite wichtige Frage ist, wie stark ist die Belästigung für die Anwohner. Dabei spielt der Abstand der Anlagen zur Bebauung eine große Rolle. Ich sehe bei Euch keine Pläne oder Skizzen die hier hilfreich sind. In Zweifall wurden diese, da die offiziellen Entwürfe natürlich eher untertrieben, von den Bürgern selbst erstellt.

      2. Daher also die Frage, bei der letzten Ratssitzung, ob der Name Prym eine „besondere Bedeutung habe“.

        Nachtigall ick hör dir trapsen.

  4. Steht genau fest, wo denn gegebenenfalls die Windräder genau hin sollen?
    Wenn ja, wem gehört das dortige Land?

    In mehreren Städten wurde festgestellt, dass Stadtverordnete Landbesitzer sind und für den Bau/Nutzung bis zu 10000€ pro Jahr kassiert haben. (Quelle TV Zeitkritisches Magazin Januar 2015)

  5. Hallo zusammen!
    Bitte lest den nachfolgenden von mir recherchierten Artikel des Ärzteforums Emissionsschutz / Unabhängiger Arbeits- kreis Erneuerbare Energien ‐ Bad Orb:
    „Gefährdung der Gesundheit durch Windkraftanlagen (WKA)“.
    Wenn das keine ausreichenden Argumente gegen den geplanten Windparkim Laufenburger Wald sind, dann ist unseren Regierenden die Gesundheit der Bürger wohl herzlich egal, dann geht´s wohl wirklich nur ums Geldver-dienen.
    Hier der Link:
    http://www.gegenwindhartenstein.de/mediapool/134/1346211/data/Gesundheitsgefaehrdung_durch_WKA_-_Aerzteforum_Emissiosschutz.pdf
    (markieren, rechte Maustaste, Google-Suche anklicken)

    Vielleicht sollte man sich hier ggf. „Schützenhilfe“ holen?
    Werde mich auf alle Fälle weiter schlau machen auf diesem Gebiet.

    Vorerst Grüße aus dem Joaswerk

    1. Moin auch ,

      habe heute vormittag mit einem öbv SV für die Wertermittlung von Gebäuden und Grundstücken telefoniert , den ich seit 20 Jahren kenne :
      er hat mir gesagt, dass es kein offizielles Rechenprogramm gibt,
      mit dem man die Wertminderung in Abhängigkeit verschiedener
      Parameter gerichtsfest berechnen kann.
      Die Abminderungsfaktoren werden vom SV nach Ortsbesichtigung individuell festgelegt und fließen dann in das
      Gutachten ein.
      Dass es sie gibt steht außer Frage, abr sie sind nicht in allgemein verbindlichen Tabellen festgelegt.
      Gleiches gilt für die Bewertungen durch Immo – Makler, wobei hier die Interessenlage eine andere ist ( der Makler will einen möglichst geringen Abschlag im Interesse des Verkäufers ).

      Grüße
      Heinz Mack

      1. Hallo Herr Mack,
        alles richtig, was ihr Sachverständigen-Bekannter gesagt hat,
        vor allen Dingen „Die Abminderungsfaktoren werden vom SV nach Ortsbesichtigung individuell festgelegt und fließen dann in das Gutachten ein.“
        Was sind denn die sogenannten Abminderungsfaktoren bzw. wertmindernden Faktoren oder welche Werte werden denn eigentlich gemindert? Hierzu hat mir Mario Lausberg
        treffenderweise geschrieben:
        „Der Wert unsere Häuser ergibt sich maßgeblich aus der ruhigen Lage am Rande des Naturschutzgebietes und nicht weil wir zentral liegen…
        Daher ist der Wertverlust durch Windräder bei uns höher, als bei Immobilien in einer Stadt, wo die ruhige Lage eher nebensächlich ist…“.
        Wie heißt es doch so schön: In der Ruhe liegt die Kraft. Schon für den chinesischen Philosophen Laotse war die Stille „die größte Offenbarung“, der Quell aller Energien.
        Jetzt kommen da der „arme“ Herr Prym und Konsorten und wollen uns diese Kraft nehmen. Aber noch haben wir diese Kraft und wir müssen und werden alles dagegen tun, damit diese Monsterwindräder nicht unsere Ruhe, unsere Gesundheit, unsere funktionierende Umwelt und unser Landschaftsbild zerstören. Deshalb auch noch einmal an alle Eigentümer im Ort, die sich noch nicht eingetragen haben: registriert euch beim Kompetenzteam Immobilien. Gemeinsam werden wir wegen der Wertminderung die verantwortlichen Ratsmitglieder persönlich haftbar machen.

  6. Aus der Studie Der Stiftung Wildtiere:

    Zusammenfassung Vögel
    Obwohl bei den Vögeln viele windenergiesensible Arten Offenlandbewohner sind (LAG VSW 2007, in Vorb.), bedeutet dies im Umkehrschluss keineswegs eine
    „Entwarnung“ für WEA im Wald bei Betrachtung der Risikogruppe Vögel. Zwar weisen nahezu alle Singvogelarten ein geringe oder sehr geringe vorhabentypspezische
    Mortalitätsgefährdung auf, und von Artengruppen mit einer hohen bzw.
    sehr hohen Mortalitätsgefährdung durch WEA finden sich nur wenige Wald nutzende
    Arten.[spoiler title=’Title‘]
    Dennoch bleibt neben den extrem störempfindlichen Raufußhühnern,
    dem Schwarzstorch als Risikoart, der wohl als windkraftsensibel einzustufenden
    Waldschnepfe sowie Uhu und Graureiher – die Gruppe der Greifvögel
    übrig, von denen ein erheblicher Anteil der Arten als Baumbrüter ausschließlich
    oder partiell Wälder als Reproduktionsstandorte nutzt.
    Als Artengruppe sind Greifvögel weltweit in besonderem Maße von Kollisionen
    an Windrädern betroffen. Unter den derzeit in der deutschen Datenbank registrierten
    1.871 Kollisionsopfern machen sie 38% aus. Aufgrund ihrer geringen
    Reproduktionsziffer wirken bei ihnen Verluste besonders schwer. Für den Rotmilan
    als einer unserer „Verantwortungsarten“ belegt eine aktuelle Studie, dass
    sich seine Verluste an WEA in einem landesweiten Maßstab (Brandenburg) bereits
    an der Grenze zur Beeinträchtigung auf Populationsebene bewegen (s.o.).
    Wenn auch Rotmilane hauptsächlich bei ihren Flügen zu oder in den Nahrungsgebieten
    im Offenland von den Rotoren erschlagen werden, bedeutet doch die Zunahme
    von WEA im Wald, dass sich hier noch die Konflikte durch die möglicherweise
    erheblichen Beeinträchtigungen für die Fortpflanzungsstätten der Art
    verschärfen könnten. Dies gilt auch für (fast) alle anderen Wälder als Brutplatz
    nutzenden Greifvogelarten. Auch bei ihnen spielt sich ein Teil des Balzverhaltens
    im unmittelbaren Umfeld des späteren Brutstandortes und fast immer mit
    aufwendigen und umfangreichen Flugmanövern über den Bäumen ab.[/spoiler]

  7. Hallo zusammen,
    folgende Gedanken u. Worte habe ich letzte Woche Richtung Rathaus gesendet:

    Verehrtes Ausschussmitglied, verehrter Bürgermeister, verehrte Ortsvorsteher,

    ich möchte Ihnen für die heutige Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt einige Anregungen und Gedanken zum Thema „98. Änderung des Flächennutzungsplanes- Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen“ mit auf den Weg geben.

    Nach gestriger Bürgerinformation des Investors in Schevenhütte und der Beschlussvorlage zur heutigen Sitzung gebe ich mehrere Punkte zu Bedenken:

    Wie Sie aus der Beschlussvorlage erlesen können, soll auf Grundlage der Gutachten und vorbehaltlich der Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und der weiteren Prüfungen und Auswertungen die Flächen

    I „Hedchensknepp“ zwischen Breinig, Vicht und Zweifall,

    K „Wolberberg“ zwischen Breinig, Zweifall und Venwegen

    sowie die Fläche N „Drei-Kaiser-Eichen-Ost“ in der Planung nicht weiter verfolgt werden.

    Neben den Gründen, dass verschiedene Immissionsrichtwerte (wohlgemerkt Richtwerte) überschritten werden, es starke Konflikte mit den Brut- und Nahrungshabitaten des Mäusebussards (welche als Windkraftsensible Art eingestuft wird) und zu guter Letzt als weitere Gründe die besondere Bedeutung der Naherholungsfunktion, das Landschaftsbild und die besondere geografische Lage des Bereiches im Übergang der Offenlandstrukturen zu den weitläufig bewaldeten Ausläufern der Eifel genannt werden, sind die Windparks an den o.g. Standorten nicht genehmigungsfähig bzw. sind die Flächen im weiteren Flächennutzungsplanverfahren aufzugeben.

    Diese Aspekte lassen sich ebenfalls meines Erachtens auf den Standort der Fläche E im Laufenburger Wald projizieren.

    · Zum Arten- und Habitatschutz:

    Das Gutachten des Investors fasst zusammen, dass insgesamt sechs Windenergieanlagen-empfindliche bzw. durch Windenergieanlagen besonders gefährdete Großvogelarten sowie acht weitere planungsrelevante jedoch nicht WEA-empfindlicher Arten in diesem Bereich nachgewiesen wurden. Hier sind u.a. zu nennen, Fischadler, Kranich, Rotmilan, Schwarzmilan, Schwarzstorch, Seeadler, Mäusebussard, Sperber, Habicht, Turmfalke und Wespenbussard.

    Also resümiert sich aus meiner Sicht auch für diesen Standort aus Vorsorgeaspekten die große Artenvielfalt vor Windkraftanlagen zu schützen und diesen Bereich hiervon ebenfalls frei zu halten.

    · Aspekt Landschaftsbild, Naherholung und besondere geografische Lage:

    Hier drauf wurde meines Erachtens bei der Umweltprüfung nur unzureichend eingegangen. Gerade am Standort Schevenhütte ist jedem Stadtbürger die besondere Lage und Möglichkeit der absoluten Naherholung bekannt. Dies lässt sich nicht nur an den Wochenenden zahlreich belegen. Nicht nur die Lage im Landschaftsschutzgebiet sondern auch die Lage im Naturpark Nordeifel sind ein Indiz für die ausgeprägte Erholungsfunktion. Zudem ist auch hier die besondere geografische Lage in den weitläufig bewaldeten Ausläufern der Eifel ein ganz besonderes Merkmal, welches nicht durch Windkraftanlagen im Landschaftsbild zerschnitten werden sollte!

    Somit lässt sich das Ausschlusskriterium, welches die drei anderen Standorte nicht weiter verfolgen lassen ebenfalls auch auf den Standort „Laufenburger Wald projizieren.

    · Zu den Immissionswerten lässt sich anhand der bestehenden Gutachten, die in ihrer Detailliertheit nicht vergleichbar mit den Gutachten der anderen Standorte sind, nur hinweisen, dass widersprüchlich des Lärmgutachtens hier an zwei Immissionspunkten die zulässigen Werte überschritten werden. Dies ist der falschen Annahme der Ausgangswerte geschuldet. Hier wurde von einem Allgemeinen Wohngebiet (WA) ausgegangen, obwohl anhand des Bebauungsplans ein Reines Wohngebiet (WR) ausgewiesen ist. Somit erhöhen sich die Anforderungen an den Lärmschutz.

    Ich möchte abschließend an den Gleichheitsgrundsatz appellieren und Sie für die heutigen konfliktträchtigen Punkte der Ausschusssitzung sensibilisieren.

  8. Gesundheitsgefährdung
    Jeder kann es im Internet nachlesen und viele haben es bereits gehört. Für mich ist die Gesundheitsgefährdung durch Infraschall ein schwergewichtiges persönliches Argument, worauf ich daher hier noch einmal eingehen möchte.

    Z.B. Dr. Reinhard Lange, Chefarzt der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen: „Die Belästigung gibt es bei Windrädern ununterbrochen rund um die Uhr, und sie wird nicht wahrgenommen“, warnte er. Untersuchungen hätten bewiesen, dass diese Niederfrequenzwellen (zwischen einem und 20 Herz) trotzdem unbewusst großen Schaden anrichten können. Der Experte nannte Schlaf- und Konzentrationsstörungen, psychische Anspannungen, Ansteigen des Blutdrucks und Steigerung des Herzinfarktrisikos um bis zu 30 Prozent.

    Es existieren verschiedene unabhängige Untersuchen die eine Beeinträchtigung der Gesundheit des Menschen durch von Windkraftanlagen verursachten Infraschall bestätigen.

    Interessant ist dazu ein Schreiben des Ärzteforums:
    http://ber.de/files/Aerzteforum_Emissionsschutz_Stellungnahme_an_Seehofer_markiert.pdf

    So ist der gesetzliche Mindestabstand z.B. in England 3000m zu Wohngebieten, wenn die Windkrafträder größer als 150m sind.

    Selbst in Bayern und Sachsen wurde das 10H-Gesetz erlassen. Laut dem 10H-Gesetz darf eine Windkraftanlage nur dann gebaut werden, wenn sie einen zehnmal so großen Abstand zur nächstgelegenen Wohnbebauung einhält, wie die Anlage inklusive Rotorblättern hoch ist. Da unsere zukünftigen Windräder über 200 Meter hoch sind, betrüge der per Gesetz verlangte Mindestabstand zwei Kilometer.

    Das Grundgesetz §2 soll das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit garantieren.

    Schade, das dies für unsere Gemeinde nicht gilt und sie einfach über unsere Gesundheit und Lebensqualität entscheiden kann.

    Spannend wird wie weiter auf Bundesebene über das 10H-Gesetz entschieden werden wird. Vielleicht ist das ein Grund warum möglicherweise schnell entschieden werden soll…

    Hier noch ein weiterer Link:
    http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/windraeder-machen-krank-durch-infraschall/

    1. Inzwischen kann man im Internet in der im November 2014 veröffentlichten australischen Studie (Cape Bridgewater Acoustic Report) nachlesen:
      Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Infraschall von Windkraftanlagen und Beschwerden von Anwohnen über “unerträgliche Empfindungen!”.
      In einer bahnbrechenden Studie über den Pacific Hydro Cape Bridgewater Windpark im Bundesstaat Victoria konnte Australiens führender Akustiker Steven Cooper nachweisen, dass ein einzigartiges Infraschall-Muster, das er als “Wind Turbine Signature” in früheren Studien bezeichnet hatte, (durch eine “Trendlinie”) mit dem Auftreten und der Schwere der Symptome von Einwohnern, die sich wegen unerträglicher Empfindungen” beschwert hatten, korreliert.
      Dazu zählen Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herzrasen, Druck im Kopf, Ohren oder Brust, etc., wie sie von den Bewohnern beschrieben wurden (die Symptome sind in der Regel als Wind Turbine Syndrom (WTS) oder unter dem Euphemismus “Lärmbelästigung” bekannt, der Verf.).
      Mark Duchamp, Chairman des World Council for Nature (WCFN), fasst die Ergebnisse der Studie zusammen, die wir im folgenden in deutscher Übersetzung wiedergeben.
      Der Akustiker identifiziert “diskrete niederfrequente amplitudenmodulierte Signale”, die von Windkraftanlagen emittiert werden, und er fand heraus, dass die Windpark-Opfer darauf reagierten.
      Die “Wind Turbine Signature” kann mit herkömmlichen Messindizes nicht erfasst werden, wie dB (A) oder dB (C) und 1/3 Oktavband, lautet die Schlussfolgerung der Studie. Statt dessen müsse eine Schmalband-Analyse verwendet werden, wobei die Ergebnisse in dB (WTS) ausgedrückt werden.
      Er schlägt medizinische Studien vor, die Infraschall in dB (WTS) messen, um die Schwelle festzulegen, die im Hinblick auf die Schalldruckpegel inakzeptabel ist.
      Die Ergebnisse stehen im Einklang mit den offiziellen Kelley Studien, die vor mehr als 30 Jahren in den USA veröffentlicht wurden, und die zeigten, dass die frühen Abwindkraftanlagen Schlafstörungen und andere WTS Symptome verursachten. Diese Studien wurden auf Eis gelegt, Aufwindkraftanlagen wurden entwickelt, und die Regulierungsbehörden vertrauten der Windindustrie, die versicherte, dass die neuen Modelle keinen gefährlichen Infraschall emittierten. Die Cooper-Studie belegt jetzt, dass sie unrecht hatten.
      Ein weiteres Ergebnis seiner Studie ist, dass die dänische Methode, die zur Messung niederfrequenter “Lärmbelästigung” in der Nähe von Windkraftanlagen verwendet wird, nicht ausreicht. Es werden die Windkraft-Lärmschutznormen für Windparks in Victoria, Australien und Neuseeland, bekannt als Neuseeland Norm 6808, angewandt. Ebenso unzureichend sind alle anderen Standards, die die “Belästigung” in der Nähe von Windparks auf der ganzen Welt regeln. Sie haben einfach nicht den Infraschall berücksichtigt.
      Die Waubra Stiftung, Dr. Sarah Laurie, Dr. Nina Pierpont, Dr. Robert McMurtry, Frau Carmen Krogh, Dr. Michael Nissenbaum, Dr. Chris Hanning, Dr. Jay Tibbetts, Dr. Sandy Reider, Dr. Da-vid Iser, Dr. Amanda Harry und zahlreiche andere Ärzte und Forscher aus der ganzen Welt werden von dieser Benchmark-Studie bestätigt, ebenso wie die Bewohner, die persönlich über WTS Symptome berichten, von denen viele ihre Häuser regelmäßig oder endgültig aufgeben mussten.
      Im Hinblick auf die Zukunft empfiehlt Steven Cooper, dass weitere Studien durchgeführt werden müssen, um einen “Schwellenwert zum Schutz gegen nachteilige Auswirkungen” festzulegen.
      Er schreibt außerdem: “Die von einigen Bewohnern während des Stillstands als Störung be-schrieben Vibrationsstöße könnten Windböen zugeschrieben werden, die zu Resonanzen der Rotorblätter/Türme führen und weiterer Untersuchungen bedürfen.”
      Dies ist ein Wendepunkt. Die Windindustrie kann nicht mehr behaupten, dass ihre Maschinen nicht genug Infraschall aussenden, um die Bewohner zu beeinflussen, noch dass Angehörige der Gesundheitsberufe, die die Probleme veröffentlichen und weitere Untersuchungen fordern, die Leiden verursachen, noch dass die Windparks Opfer ihre eigenen Leiden verursachen (das oft gebrauchte Argument, dass “alles im Kopf” existiere – das ist die “Nocebo-Effekt”). Doch die Wind-Industrie und ihre Helfershelfer klammern sich trotz der zahlreichen Berichte über negative Auswirkun- gen auf Tiere an diesen Strohhalm.

  9. Die Gemeinde Hürtgenwald hat ihre Planung für den Rennweg mit folgender Begründung aufgegeben:
    “ Grund der Streichung des Rennweges sei
    vor allem gewesen, dass aufgrund der aktuellen Höhenbegrenzung der Wehrbereichsverwaltung
    auf 520 m über Normal Null (NN) aufgrund der MRVA-Höhen (Minimum Radar Vectoring
    Altitude)1
    ein wirtschaftlicher Anlagenbetrieb für diesen Standort nicht mehr gegeben sei
    und sich somit diese Fläche im „Ranking“ der Potentialflächen, die sich aus der 3. Ergänzung
    der Standortuntersuchung ergeben, deutlich nach hinten verschoben habe. Hierbei sei die
    Frage der Wirtschaftlichkeit in Relation zu den Auswirkungen auf das Landschaftsbild, den
    Artenschutz, die Naherholung etc. gesetzt worden.“

    Der Standort wenige hundert Meter vom geplanten Windpark ist also aus Sicht der Gemeinde Hürtgenwald wirtschaftlich nicht sinnvoll möglich. Obwohl dort sogar noch mehr Wind herrscht als auf unserem Gebiet!
    Da ist es doch völlig egal, ob man für oder gegen Windkraft ist, wenn es unwirtschaftlich ist, zahlen wir Steuerzahler drauf, damit die Grundbesitzer und Investoren Profit machen.
    Das macht doch absolut keinen Sinn!

  10. Hallo Herr Lausberg,
    die Liste ist soweit richtig dargestellt.
    Es sind noch zwei Punkte hinzuzufügen :
    1.) wie hinlänglich bekannt, befindet sich auf dem Gelände des ehem. Steinbruchs mit ein randvoll gefüllter See.
    Dieser drohte vor ca. 2 Jahren überzulaufen, da es zu einem Böschungsrutsch kam, der den Wasserspiegel ansteigen ließ.
    War lange Zeit in der Presse.
    Wenn nun durch Rodungen im Laufenburger Wald die Vegetation vernichtet wird, ist das Wasseraufnahmepotential
    stark vermindert und Oberflächenwasser fließt wesentlich schneller in diesen See da es nicht mehr von den Pflanzen und dem Boden aufgenommen und gespeichert wird.
    D.h. : er wird dann irgendwann mal unkontrollert überlaufen
    und für großen Schaden in Schevenhütte sorgen ( für den natürlich dann keiner aufkommen will )

    2.) die WEA benötigen aus Sicht des Schutzes des Luftverkehrs
    ab 100m Nabenhöhe eine Sicherheitsbeleuchtung :
    im 1. und 2. Drittel der Höhe aus einer stationären Beleuchtung mit mind. 20 cd ( Candela ) und oben auf der Gondel 2 Blinklichter mit mind. 2000 cd .
    Alle 5 WEA sind dann von den Lichtern her gleich getaktet ähnlich einem Leuchtturm an der Küste.
    Sie müssen aus mind. 10 km sichtbar sein.
    In meiner mail an Dr. Grüttemeier hatte ich das als „Rotlichtmilieu“ tituliert denn diese Beleuchtung ist von jedem Standort in unserem Ort zu sehen ( schauen Sie doch bitte mal abends von Gressnich nach Echtz !!! )

    Die Dürenen Seite des Waldes ist sehr wohl schon von der BI
    Hürtgenwald ausführlich untersucht worden und hat bei den Behörden zu einer Aufgabe des Plans geführt dort WEA aufzustellen.
    Schauen Sie doch mal hier unter „Links “ nach bei BI Hürtgenwald.

    Grüße
    H.Mack

  11. Na, dann mache ich mal den Anfang. Ich habe einige Argumente gesammelt. (Teilweise aus Mails: vielen Dank daher auch an Arne Holz und Herrn Mack)

    Bau von 206m hohen Windkraftanlagen im Wald im Naherholungsgebiet bei Schevenhütte

    – erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbilds, die weit über die Gemeindegrenzen hinaus geht
    – Zerstörung eines großen, unzerschnittenen Wald,- und Landschaftsschutzgebietes
    – Inanspruchnahme von Tabuzonen um Naturschutzgebiete, von gesetzlich geschützten Biotopen, des Biotopverbundgebietes mit besonderer Bedeutung und des Landschaftschutzgebietes
    – Verlust des Waldes als Erholungsgebiet für die Gesellschaft
    – gesundheitliche Gefährdung von Mensch und Tier durch Infraschall (wie eine Studie aus Schweden belegt)
    – Belästigung der Bürger durch Schallemissionen
    – Wertverluste der Immobilien der Bürger
    – Gefährdung geschützter Tierarten, insbes. Fledermäuse und Vögel. Im Gutachten wird eine massive Gefährdung der Arten bescheinigt, die erst durch eine 2 jährige Beobachtung während des Betriebs der Windkrafträder genauer untersucht werden kann.
    – Da die Windräder an der Kreisgrenze zu Düren stehen, wurde nur eine Grenzseite im Gutachten berücksichtigt, der betroffene Waldanteil auf Dürener Seite wurde einfach ausgeblendet.
    – Identitätsverlust der Gemeinde
    – Unattraktivität für Wanderer und Ausflügler
    – Bau der Windanlagen auf Privatgelände statt auf staatlichen Flächen
    – den Profit erhalten private Investoren
    – 40db Lärmbelastung für Schevenhütter Bürger (verschiedene Höhenlagen, Windrichtung und Summenpegel wurden dabei noch nichtmal berücksichtigt. Z.B. 5 Schallquellen mit je 35db summieren sich auf 41,9db)
    – das bedeutet Joaswerk, Daensstraße, Hohlstraße, Hardhover Weg liegen im unerlaubten Schallpegelbereich

    Der nicht genannte Besitzer des Waldes nennt sich Prym.

    Wie auch im Hürtgenwald gilt:
    Ein Schevenhütter verkauft seine Heimat nicht! Er liebt seinen Wald!

    1. – Privater Investor ist relativ… an der Green sind im Grunde mit jeweils 3% viele umliegende Gemeinden oder deren Beteiligungsgesellschaften beteiligt. Also ist das so nicht ganz korrekt. Auch was den Gewinn angeht.
      – Beim Artenschutzgutachten habe ich gesagt, dass das Dürene gebiet nicht berücksichtig wurde. May Priese hat mich daruf hingewiesen, dass dies wohl berücksichtigt wurde. Bisher habe ich allerdings noch nichts Konkretes gelesen, was dies bestätigt. Daher möchte ich dies von meiner Seite aus zunächst ausklammern.
      – Zum Schall ein ergänzender Fakt. Alle 3dB(A) verdoppelt sich die gefühlete (wahrgenommenen) Lautstärke.

      1. Auf Dürener Seite ist man in einem anderen Gutachten aber anscheinend zu einem anderen Ergebnis gekommen. Es ist schon verwunderlich, dass zwei unterschiedliche Gutachten zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

        Das wäre zu prüfen…

      2. Stimmt, man muss den angesprochenen Profit des Projekts etwas differenzierter betrachten. Die risikolosen, hohen Pachtzahlungen gehen an den privaten Investor.

        Der Anteil für den Betrieb der Anlage mit dem einhergehenden Risiko geht an den Betreiber, woran die umliegenden Gemeinden wiederum beteiligt sind. Der Bürger antizipiert somit das Risiko der Wirtschaftlichkeit der Anlage.

        Dies ist allerdings sicherlich ein größeres Thema, das hier in dieser Form nicht abschließend behandelt werden kann.

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